Das Raumklima im Büro

Neben dem richtigen Einstellen von Bürostühlen und ergonomisch geformten Möbeln und Büroequipment spielen weitere Faktoren eine wichtige Rolle für die Ergonomie am Arbeitsplatz, so etwa auch das Raumklima im Büro. Entscheidend sind diesbezüglich gleich mehrere Faktoren, so etwa die Temperatur im Büro, die Luftfeuchtigkeit, die Luftzirkulation – und abschließend das umfassende Feld der Luftqualität im Allgemeinen.

Die Raumtemperatur im Büro

1402769_dynamic_corner_houseDie optimale Raumtemperatur im Büro liegt bei mindestens 20° C und bei maximal 26° C, die jeweilige Endtemperatur hängt jedoch von den Witterungsbedingungen und den Jahreszeiten ab. Generell sollte ein Richtwert von ca. 22° C eingehalten werden, bei dieser Temperatur fühlt der Körper sich wohl, die Konzentration und die Energie können voll auf die Arbeit gerichtet werden, da der Körper nicht damit beschäftigt ist, Energie zum Aufwärmen oder Abkühlen seiner selbst aufzubringen. Auch bei heißen Außentemperaturen sollte jedoch darauf geachtet werden, dass es innen nicht wärmer als 26° C ist.

Luftfeuchtigkeit im Büro

Die optimale Luftfeuchtigkeit liegt bei 50%, sie sollte jedoch 30 % nicht unter- und 65% nicht übersteigen. Vor allem im Falle einer zu geringen Luftfeuchtigkeit kann es zu verschiedenen körperlichen Beschwerden der Mitarbeiter kommen, wie etwa zu Kopfschmerzen. Ein eindeutiger Indikator für zu trockene Büroluft sind elektrische Schläge, die etwa von Computern und ähnlichen Geräten auf die Mitarbeiter übertragen werden.

Die Luftzirkulation/-geschwindigkeit im Büro

Auch darauf, dass frische Luft nicht zu schnell durch das Büro sausen kann, sollte geachtet werden. Gerade zu hoch eingestellte Klimaanlagen oder offene Fenster können zu einem Zug führen, der bei den Mitarbeitern beispielsweise Nackenschmerzen verursachen kann. Die Luftgeschwindigkeit im Büro sollte deshalb 0,2 m/s nicht übersteigen.

Die Luftqualität im Büro

Darüber hinaus können verschiedene andere Faktoren das Raumklima im Büro stören, dazu zählen etwa Zigarettenrauch, Keime und Bakterien zur Erkältungszeit oder auch Ozon, das von Druckern und Kopierern freigesetzt wird. Generelle Richtwerte gibt es hier aufgrund aufwendiger Messverfahren jedoch kaum, es kann jedoch beachtet werden, dass die CO2-Konzentration im Büro 0,1 Vol.% nicht übersteigen sollte.

Stoßlüften

Zur Verbesserung des Raumklimas kann ein mehrmaliges Stoßlüften pro Tag beitragen – die Fenster sollten dann jedoch maximal 10 Minuten geöffnet bleiben. So wird auch in den Wintermonaten keine Energie verschwendet und das Raumklima kann deutlich verbessert werden.